Schüleraustausch Wittmund

Schüleraustausch Wittmund

Über´n Tellerrand schau´n!

Im Herbst 2021 hatten insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der 2. Klassen Fachschule Bruck, die Möglichkeit einen 14-tägigen Schüleraustausch in Norddeutschland zu machen. Das ganze Projekt wurde vom Austauschprogramm Erasmus+ finanziert, unter großer Unterstützung von Mag. Dr. Heffeter (Obmann von ALE Österreich).

Ganz nach dem Motto „Über den Tellerrand schau‘n und neue Gegenden erkunden.“, machten sich die 8 Mädchen der BHM und die 8 Burschen der LFS mit den Begleitpersonen FL Hofer, FL Klausner und Erzieher Hermann Mund auf den Weg nach Ostfriesland! 

Schüleraustausch Wittmund

Praxis am Betrieb der Gastfamilien

Nach 12-stündiger Zugfahrt wurden die Jugendlichen bei Gastfamilien rund um Wittmund untergebracht. Die Familien spielen beim Schüleraustausch eine ganz wichtige Rolle, denn die Unterkünfte sind ausschließlich landwirtschaftliche Betriebe, die in den unterschiedlichsten Bereichen wirtschaften und die Schülerinnen und Schüler müssen an den sogenannten „Praxistagen“ am Betrieb der Familie aktiv mitarbeiten.

So kam es, dass die Brucker-Schüler die Familien bei ihrer täglichen Arbeit am Hof tatkräftig unterstützten – für die Burschen war wohl die Maisernte das große Highlight, denn so riesige Maschinen auf den scheinbar unendlichen Feldern sieht man nicht alle Tage. Natürlich gehört auch die Stallarbeit dazu, vom Melken bis zum Silieren und Gülle fahren, sowie mehrere Tausend Schweine füttern, war alles dabei. Ein Betrieb war gerade dabei den Milchviehstall zu erneuern, da haben die Gäste aus Österreich selbstverständlich eifrig angepackt! Die Mädchen haben sich ebenfalls bei der Stallarbeit oder auch teilweise bei der Hausarbeit nützlich gemacht. Einige Betriebe hatten einen eigenen Hofladen, da steckt viel Arbeit im Hintergrund dahinter, doch auch im Verkauf haben die jungen Damen ihr Talent bewiesen! 

Bei einem Schüleraustauch ist es wichtig, sich auf Neues einzulassen und auch die Menschen, sowie die Kultur des jeweiligen Landes kennen zu lernen. So war die ostfriesische Teezeremonie für die jungen Leute zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig. Auch umgekehrt interessierten sich die Gastfamilien für ihre Schützlinge – wo sie denn genau herkommen, wie sie wohnen, wie sie daheim am Betrieb wirtschaften, wie viele Tiere sie halten und natürlich war die österreichische Küche immer wieder ein Gesprächsthema. Um sich bei den Familien für die herzliche Aufnahme zu bedanken, haben nicht nur die Mädchen, sondern auch die Burschen ihre Kochkünste demonstriert und ein paar österreichische Spezialitäten wie Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel, Kaspressknödel und Kasnocken aufgetischt.

Schüleraustausch Wittmund

Ostfriesland erkunden

Neben dem Schulbesuch an der BBS Wittmund stand eine Vielzahl an Betriebsbesichtigungen, Ausflüge und Freizeitangebote am Programm, um die Gegend rund um Ostfriesland bestens kennen zu lernen. Eine große Biogasanlage, sowie ein Windpark beeindruckte in Sachen erneuerbare Energie. Im Rahmen einer Radtour wurde ein regionales Lohnunternehmen „Wolken“ und ein Hofcafé und Hofladen mit ausschließlich bäuerlichen Produkten besichtigt. Die Mädchen bildeten sich hauswirtschaftlich weiter, indem sie die historisch-ökologische Bildungsstätte in Papenburg, sowie einen unverpackt Laden in Esens anschauten. Einer der größten Milchviehbetriebe der Gegend mit 600 Kühe und Melkkarussell „Doden“ durfte im Programm natürlich nicht fehlen, so auch nicht die Zuchtrinderversteigerung in Leer. In der Freizeit machten die Jugendlichen mit ihren Begleitlehrpersonen eine Schifftour, sowie eine Wattwanderung auf der Insel Langeoog. Das Wasserschifahren muss aber noch etwas geübt werden, da stellen sich die Schülerinnen und Schüler im Schnee einstweilen noch besser an!

Zusammengefasst kann man sagen, dass diese zwei Wochen wirklich erlebnisreich, beeindruckend und sicherlich prägend für die Schülerinnen und Schüler waren!! Das Team der BBS Wittmund, vor allem Robert Peris, war äußerst bemüht ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm für uns Österreicher zusammen zu stellen, damit wir ihre Region bestmöglich kennenlernen. Wir können uns glücklich schätzen, dass wir dieses Projekt durchführen konnten und dass die Jugendlichen bereit waren, ihren Horizont zu erweitern und über den Tellerrand zu blicken!

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