Ein neuer Zaun am öffentlichen Spielplatz der Gemeinde Fusch erzählt eine besondere Geschichte. Sie handelt von heimischem Holz, engagierten Schülerinnen und Schülern der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck, regionaler Zusammenarbeit und einem Projekt, das der ganzen Gemeinde zugutekommt
Der Spielplatz in Fusch nahe dem Gemeindeamt wird vor allem vom Kindergarten genutzt. Damit die Kinder dort sicher spielen können, wurde die bestehende Umzäunung erneuert. Die LFS Bruck übernahm diese Aufgabe gemeinsam mit der Gemeinde. Das Besondere daran: Das Holz für den Zaun stammt von der schuleigenen Piffalm.
Vorzeigeprojekt der LFS Bruck
Auf der Piffalm wurden im Herbst die benötigten Lärchen geschlägert. Danach verarbeiteten die Schülerinnen und Schüler das Holz im Sägewerk der LFS weiter. Es wurde geschnitten, über den Winter getrocknet, am Computer geplant, zugeschnitten und schließlich im Frühjahr am Spielplatz montiert. Geleitet und begleitet wurde das Projekt von den Lehrpersonen Horst Voithofer und Urban Gruber.
Wert heimischer Rohstoffe
Gerade in Zeiten, in denen viele Produkte weite Wege zurücklegen, zeigt dieses Projekt einen anderen Weg. Das Holz ist auf einer Alm in Fusch gewachsen, wurde in Bruck verarbeitet und schließlich wieder in Fusch verbaut. Kürzer können die Wege kaum sein und das Bewusstsein für den Wert heimischer Rohstoffe wird auf anschauliche Weise geweckt. Rupert Rohrmoser, Abteilungsvorstand Landwirtschaft an der LFS Bruck: „Unsere Schülerinnen und Schüler erleben hier echte Wertschöpfung: vom Baum auf der Alm bis zum fertigen Produkt für die Region.“
Idee und Unterstützung durch Gemeinde
Die Idee kam von Bürgermeister Hannes Schernthaner. Er wandte sich mit dem Vorschlag an die LFS und unterstützte das Projekt gemeinsam mit der Gemeinde tatkräftig: „Das Projekt ‚Vom Baum zum Zaun‘ zeigt eindrucksvoll, wie praxisnahe Ausbildung, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung Hand in Hand gehen. Es macht sichtbar, wie viel Fachwissen, Engagement und Verantwortungsbewusstsein in unserer Landwirtschaftlichen Fachschule stecken. Dafür gebührt allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.“
Sichtbares Zeichen gelebter Regionalität
So wurde aus einem Schulprojekt weit mehr als nur eine neue Umzäunung. Es entstand ein sichtbares Zeichen für gelebte Regionalität im Pinzgau – bodenständig, nachhaltig und mit bleibendem Nutzen für die Kinder und Familien in Fusch. Der neue Zaun zeigt, dass gute Lösungen oft direkt vor der eigenen Haustür wachsen.











