Im Rahmen der 32. Internationalen Almwirtschaftstagung von 24. bis 26. Juni in Saalfelden besuchten ca. 50 Teilnehmerinnen aus nah und fern die Piffalm der LFS Bruck. Bei Kaiserwetter führte FL Matthias Kinberger die Gruppe vom Piffkar bis zur wunderschön gelegenen Piff Hochalm. Dort wurden die Teilnehmer von Direktor Christian Dullnigg begrüßt und die Alm mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Anschaulich konnte gezeigt werden, wie durch einer Kombination von unterschiedlichen Tierarten (Rinder, Ziegen, Schafe und Pferde), einem sehr frühen Auftrieb und einer gezielten Koppelung der Anteil von wertvollen Almweidepflanzen erhöht werden konnte.
Fast doppelt so lange Almzeit als früher:
Wir alle spüren es – der Frühling kommt in der Regel immer früher, die Vegetation dauert länger. Dort wo früher gerade noch drei Schnitte möglich waren, sind jetzt ohne Probleme vier Schnitte möglich. Auch auf der Alm muss auf diese Situation reagiert werden. Die Schule hat im letzten Jahrzehnt die Almtage im Vergleich zu früher nahezu verdoppelt. In absoluten Ausnahmejahren bereits Ende April, ansonsten Anfang Mai weiden die Kalbinnen die ergrünten Lägerstellen ab, zwei Wochen später folgen die Milchkühe. So ist bis zum Herbst eine junge, grüne Almweide möglich – die Tiere danken es mit guten Zunahmen und Milchleistung.
Eine weitere Besonderheit auf der Piffalm: Neben den Originalen Pinzgauer Rinder, weiden auch Tauernschecken, Steinschafe und Noriker – allesamt seltene Nutztierrassen, die gerade auf dieser Höhe ihre Stärken ausspielen können.
Nach einer Erfrischung ging’s erfrischt zur Grundalm, wo bereits FL Kathrin Bürgler mit den Schülerinnen der 1. Klassen das Mittagessen mit Kasnocken, frischem Salat und passender musikalischer Umrahmung kredenzte. Das Letzte Ziel des Almtages war die Agrargemeinschaft Vögeialm am Talboden des Fuscher Tals.
Während des Gehens oder der Pausen fiel der gegenseitige Austausch besonders leicht. So wurde an diesem Tag wieder mal bewusst, dass die Alm zwar vielfältige Managementaufgaben bereit hält. Aber auch für viele ein Lebensgefühl der Freiheit, Ruhe, Natur und Dankbarkeit bedeutet, die im Tal nicht so leicht zu spüren ist!














