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Piffgut


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Schülerandrang ist nicht mehr zu bewältigen

lfsneu.jpgUm dem Schülerandrang gerecht zu werden, wurden im Schuljahr 1982/83 die Schüler der 3. Klasse auswärts untergebracht, damit erstmals zwei erste Klassen aufgenommen und somit vier Burschenklassen geführt werden konnten. Die Aufstockung des Burscheninternates wurde geplant.

Im Schuljahr 1983/84 mussten erstmals auch zwei 2. Klassen geführt werden. Um fünf Klassen führen zu können, wurde der Vortragssaal abgemauert und dadurch ein zusätzliches Klassenzimmer gewonnen. Die Schüler der 3. Klasse mußte wieder auswärts untergebracht werden.

Im Sommer 1984 konnte das Burscheninternat aufgestockt und in viermonatiger Bauzeit soweit fertiggestellt werden, dass die 3. Klasse am 15. Oktober termingerecht einziehen konnte. 1985 wurden die Baumaßnahmen mit der Fertigstellung der Wohnungen abgeschlossen.
 

Fachrichtungen Holz-, Metallbearbeitung und Fremdenverkehr -
Lehrzeitanrechnungen

gastronomie2.jpgDer große Erfolg des neuen Schultyps war nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass die gewerbliche Ausbildung wegen ihrer hohen Qualität rasch einen guten Ruf bekam. Nach der Berufsausbildungsverordnung BGBL. Nr. 431/1978 erhielten die Schüler nach Abschluss der 2. Klasse eine Lehrzeitanrechnung von einem Jahr für Tischler und Wagner in der Holzbearbeitung und für Schlosser und Landmaschinenmechaniker in der Metallbearbeitung. Die Schüler erhalten in der 1. Klasse eine Ausbildung in Holz- und Metallbearbeitung und müssen sich in der 2. Klasse für eine der zwei Möglichkeiten entscheiden. Diese Ausbildungsform hat sich nicht nur deshalb so bewährt, weil sie von den Gewerbebetrieben gut angenommen wurde, sondern weil die handwerkliche Ausbildung auch für jeden Landwirt nützlich ist.

metall.jpgDa in der Bergregion die Bedeutung des Fremdenverkehrs ständig zunahm und für viele Landwirte wirtschaftlich zum 2. Standbein wurde, wurde der Ruf nach einer alternativen Ausbildung in diesem Bereich immer größer.

Für jene Schüler, die sich für die handwerkliche Ausbildung in der 2. Klasse nicht so interessierten, wurde daher erstmals im Schuljahr 1986/87 als 3. Wahlmöglichkeit die Ausbildung in Gastronomie und Fremdenverkehrswirtschaft als Schulversuch angeboten.

Kindern von bäuerlichen Betrieben, die neben der Landwirtschaft auch einen Fremdenverkehrsbetrieb führen, wird seither die Möglichkeit geboten, sowohl das nötige holzbearbeitung.jpgRüstzeug für die Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes mitzubekommen, als auch Grundkenntnisse für die Gastronomie und Fremdenverkehrswirtschaft zu erwerben.

Mit der Verordnung vom 29. August 1986 wurde die Lehrzeitanrechnung neu geregelt. Für die Fachrichtung Hauswirtschaft gibt es demnach seit dem Schuljahr 1986/87 erstmals eine Lehrzeitanrechnung von einem Jahr für folgende Berufe: Bürokaufmann, Damenkleidermacher, Hotel- und Gastgewerbeassistent und Koch.

Für die Fachrichtung Landwirtschaft gibt es seither zusätzliche Lehrzeitanrechnungen in folgenden Berufen: Bürokaufmann, Tierpfleger, Landschaftsgärtner, Fleischer, Molker, Käser und Zimmerer statt Wagner.

 

Lehrplanreform 1986

Ende der 80 er Jahre wurden die Lehrpläne neuerlich reformiert und an die Bedürfnisse der Zeit angepasst. Ziel dieser Lehrplanreform war der Ausbau der Praxis auf Kosten der theoretischen Gegenstände im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung. „Lernen durch tun" sollten als Unterrichtsprinzip verwirklicht werden.

Es waren neuerlich erhebliche Investitionen notwendig, um die entsprechenden Praxisräume zu schaffen. 

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Zahlreiche Investitionen

Als erstes wurde der Kuhstall umgebaut, um die Durchführung der Melkkurse für die Schülerinnen und Schüler zu erleichtern. Es wurden auch wieder Schafe und Pferde eingestellt, für die neue Aufstallungen gebaut werden mussten. Der Umgang mit Pferden und Schafen wurde im neuen Lehrplan aufgenommen. Die notwendige Ausrüstung dafür musste neu angeschafft werden. Die Stallumbauten standen unter der Prämisse der Tiergerechtigkeit, denn der Betrieb strebte die Mitgliedschaft beim Ernteverband an.

Für die Fleischverarbeitung musste das Schlachthaus erneuert und ein Fleischverarbeitungsraum geschaffen werden. Zur fachlichen Unterstützung der Lehrkräfte im Praxisunterricht und zur Auslastung der Anlage mit Lohnschlachtungen für Landwirte wurde ein Metzgergeselle eingestellt.

Ein Milchverarbeitungsraum wurde mit den notwendigen Geräten eingerichtet. Zur Obstverwertung war die Anschaffung einer Obstpresse und einer Schnapsbrennanlage erforderlich. Die Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur lernen, wie man gesunde, unverfälschte Lebensmittel herstellt, sie sollen auch lernen, wie man sie verkauft. Zu diesem Zweck wurde ein Bauernmarktraum eingerichtet, in dem alle zwei Wochen zusammen mit Bäuerinnen aus der Umgebung ein Bauernmarkt abgehalten wird.

Aber auch die Lehrmethoden haben sich durch den Einsatz des Computers grundlegend verändert. Auch die Ausstattung der Klassenräume mit audiovisuellen Geräten wurde erreicht. Der Informatik Unterricht erfordert ständig neue Programme und entsprechende Geräte. Im Jahre 1998 wurde ein Netzwerk mit 20 neuen Arbeitsplätzen mit Internetanschluss eingerichtet.

Eine schwere Erkrankung führte 1996 zur vorzeitigen Pensionierung von Frau Dir. Herta Nowotny. Mit 1. Juli 1996 übernahm Frau OSR Hilde Kranabetter die Direktion.

Umbau der Hauswirtschaftsschule

neuehws2000.jpg1999 wurde im Frühjahr das 75 Jahr Jubiläum der Landwirtschaftlichen Fachschule Bruck begangen. Nach mehr als 20 Jahren Provisorium mit einer Expositurklasse am Wimmhof konnte im Sommer mit dem Umbau und der Erweiterung des Neubaus der Hauswirtschaftsschule begonnen werden. Durch die Aufstockung des Hauptgebäudes, die Errichtung von neuen Zimmern mit Dusche und WC und die Errichtung zweier Klassenräume auf dem Dach des Gotischen Saales wurde die Absiedlung des Wimmhofes möglich. Die Umbauten waren sehr umfangreich, wodurch es nicht leicht war einen geregelten Schulbetrieb aufrecht zu erhalten.

werkstatt.jpgGleichzeitig konnte mit dem Neubau der Metallwerkstätte begonnen werden. Auch dies war dringend erforderlich, da eine Werkstätte bereits zwei Jahre in einem Container untergebracht werden musste. Durch den Ankauf eines Nachbargrundstückes zwischen den Geleisen der Bundesbahn und der Bahnhofstraße war eine idealer Platz für diese neue Werkstätte gefunden worden. Diese wurde in Metallbauweise äußerst kostengünstig errichtet und konnte im Jahr 2000 eingeweiht werden. 



 


Partnerschule des Nationalparks Hohe Tauern