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Piffgut


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Neubau der Burschenschule

baustellebs.jpgRund vierzig Jahre nach der Gründung der Fachschule hat das alte Piffgasthaus als Schulgebäude ausgedient und die Burschenschule konnte 1965 in ein modernes Schulhaus einziehen.

Zur gleichen Zeit wurden in unmittelbarer Nachbarschaft auf landeseigenem Grund auch eine neue Volks- und Hauptschule der Gemeinde Bruck errichtet.

bsneu1965.jpgDie technische Entwicklung und der Strukturwandel in der Landwirtschaft – Zunahme des Nebenerwerbs – verminderten das Interesse der bäuerlichen Jugend am Schulbesuch. Man merkte bald, dass die Attraktivität der Winterfachschule abnahm. Offensichtlich wurde in dieser Schule nicht mehr jenes Wissen vermittelt, das die Absolventen in der geänderten Zeit benötigten. Als die Schülerzahlen sowohl bei den Mädchen als auch bei den Burschen sanken und die Schließung einer Schule im Lande Salzburg drohte, reagierten die zuständigen Stellen des Landes rechtzeitig mit einer Schulreform.

 

Neue Organisationsform ein Glücksgriff

lackner.jpgIm Schuljahr 1971/72 wurde erstmals ein Schulversuch mit einer Zweijährigen ländlichen Hauswirtschaftsschule statt der 8-monatigen Haushaltungsschule gestartet. Da die Mädchen nun schon noch Abschluss der Hauptschule aufgenommen wurden, absolvierten sie hier gleichzeitig das 9. Pflichtschuljahr. Ein Jahr später folgte der Schulversuch mit dem 1. Jahrgang der Dreijährigen Landwirtschaftlichen Fachschule statt der Winterfachschule. 
 

 flucher.jpgNeue Lehrmethoden und neue Lehrpläne wurden entwickelt. Nicht nur das Wissen für die Führung eines Landwirtschaftsbetriebes, sondern auch Fachausbildung für einen qualifizierten Nebenerwerb sollten vermittelt werden. Ziel war es, eine gewerbliche Ausbildung in Holz- und Metallbearbeitung in den Lehrplan so einzubauen, dass Lehrzeitanrechnungen erreicht werden können. Dazu war es erforderlich, die Werkstätten für Holz- und Metallbearbeitung entsprechend auszustatten und Fachlehrkräfte einzustellen. Nachdem die finanziellen Mittel für diese Investitionen Schritt für Schritt genehmigt wurden, entwickelte sich dieser Schulversuch zu einem vollen Erfolg.

 

 

tischlerei.jpg Die ersten Fachlehrkräfte, die als Lehrkräfte für den neuen Schultyp eingestellt wurden, waren Tischlermeister Fritz Jäger für die Holzbearbeitung 1974 und Landmaschinen Mechanikermeister Josef Etzer für die Metallbearbeitung 1976.

Vom Schuljahr 1972/73 bis zum Schuljahr 1976/77 liefen beide Schultypen nebeneinander, wobei die Oberklasse jeweils nur zusammen mit Schülern der Fachschule Tamsweg zustande kam. 

Schulgesetz 1976

Am 19. Mai 1976 endete der Schulversuch mit der Beschlussfassung über das neue Landwirtschaftliche Schulgesetz im Salzburger Landtag. Die Dreijährige Landwirtschaftliche Fachschule löste die zweijährige Winterfachschule ab und die einjährige Haushaltungsschule wurde von der Zweijährigen ländlichen Hauswirtschaftsschule abgelöst. Statt der Landes- Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule gibt es nun die Landwirtschaftliche Fachschule Bruck mit den Fachrichtungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft.

Im Schuljahr 1976/77 wurden erstmals drei Klassen geführt, wobei die Winterfachschule mit 15 Schülern der letzten Oberklasse auslief und erstmals eine zweite Klasse mit 14 Schülern nach dem neuen Schultyp beginnen konnte. Seit dem Schuljahr 1977/78 gibt es jedes Jahr Absolventen der 3. Klasse der Dreijährigen Landw. Fachschule.

Großer Andrang führt zu zahlreichen Bautätigkeiten

Dieser neue Schultyp löste sowohl bei den Mädchen als auch bei den Burschen eine Flut von Anmeldungen aus, die bald nicht mehr zu bewältigen war. Eine umfangreiche Bautätigkeit war die Folge. 

hwsneu.jpgDa das Schulgebäude der Haushaltungsschule nur für eine Klasse konzipiert war, musste ein erheblicher Platzmangel überwunden werden. Durch den starken Rückgang der Schülerzahlen bei den Burschen konnte in den großzügig geplanten Neubau der Burschenschule ausgewichen werden. Der theoretische Unterricht fand in den Räumlichkeiten der Burschenschule, die Praxis im eigenen Haus statt.

Im Schuljahr 1980/81 begann der Unterricht in der Expositur Wimmhof in Fusch mit einer 1. Klasse. Damit wurden in der Hauswirtschaftsschule erstmals vier Klassen geführt. Die als Provisorium gedachte Expositurklasse in Fusch sollte 20 Jahre bestehen bleiben. 

Die steigenden Schülerinnenzahlen führten zu notwendigen Baumaßnahmen. 1977 wurde das alte Piffhaus abgerissen und an seine Stelle ein Neubau für die Hauswirtschaftsschule errichtet. Im Schuljahr 1979/80 waren die Baumaßnahmen soweit abgeschlossen, dass erstmals drei Klassen untergebracht werden konnten.

 Die Baumaßnahmen wurden mit der Fertigstellung des Turnsaales 1980 abgeschlossen.

direktoren.jpgNach der Pensionierung von Direktor Dipl.-Ing. Franz Winding, wurde Dipl.-Ing. Günther Heim am 1. September 1981 mit der Leitung der Schule betraut.

Im Schuljahr 1981/82 unterrichteten an der Burschenschule 8 hauptamtliche Lehrkräfte in 3 Klassen mit insgesamt 80 Schülern, während in der Hauswirtschaftsschule 14 Lehrkräfte in 4 Klassen 107 Schülerinnen unterrichteten. In der Hauswirtschaftsschule mussten 17 Schülerinnen und in der Burschenschule 21 Schüler wegen Platzmangels abgewiesen werden.

1976 wurde für die Hauswirtschaftsschule eine eigene Leitung eingerichtet, anfangs nur mit einer Leiterin für den pädagogischen Bereich. Als Leiterinnen fungierten STR Rosa Götzendorfer, Monika Berger, Annemarie Dicklberger und Herta Nowotny, die schließlich 1989 zur ersten Direktorin der Hauswirtschaftsschule ernannt wurde.
 


Partnerschule des Nationalparks Hohe Tauern