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Piffgut


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Kriegszeit mit Rückschritten

 
abshws1942.jpgZu Anfang der Kriegsjahre wurden noch zweckmäßige räumliche Umgestaltungen im Schulgebäude vorgenommen, die sanitären Anlagen und die Zentralheizung verbessert. Im weiteren Verlauf verhinderte die Kriegszeit nicht nur die weitere Ausgestaltung des Schul- und Landwirtschaftsbetriebes, sondern brachte für beide einen bedauernswerten Rückschritt.

Direktor Ing. Franz Wirleitner wurde zur Wehrmacht einberufen und in dieser Zeit von Fachlehrer Rösler vertreten, während auch Fachlehrer Dipl.- Ing. Peter Nowotny eingerückt war. In dieser Zeit mußte die Schule die Lehrkäserei einstellen und die Baumschule auflassen.

Der Schulbetrieb für Burschen konnte vier Jahre nur mit einer Klasse aufrecht erhalten werden und fiel drei Jahre völlig aus. Dafür wurden in den Schuljahren 1942/43 und 1943/44 landwirtschaftliche Haushaltungskurse unter der Leitung von Frau Amalie Angelberger abgehalten.

 

  Aufbruchsstimmung nach 1946

Nach Kriegsende wurde der Unterricht für Burschen von Direktor Ing. Franz Wirleitner und Fachlehrer Dipl.-Ing. Peter Nowotny mit einem Jahrgang und im Jahre 1946, nach Einstellung von Fachlehrer Dipl.-Ing. Franz Winding als dritte Lehrkraft, mit zwei Jahrgängen wieder weitergeführt. Im Winterhalbjahr 1949/50 war Dipl.-Ing. Anton Bonimaier in Vertretung von Dipl.-Ing. Franz Winding während dessen Studienreise in die USA, ebenfalls an der Schule tätig.ausflug1946.jpg

Die Einquartierungen während der Kriegsjahre hatten auf Räume und Einrichtungen der Schule die üblichen Folgen. Erst im Jahre 1948 konnten die wichtigsten Instandsetzungsarbeiten und räumlichen Umgestaltungen wie die Erweiterung der Kanzlei und die Unterbringung der Lehrmittel für chemische und milchwirtschaftliche Versuche sowie die Verlegung des Schüleraufenthaltsraumes in den bisherigen Klassenvorraum und dessen Ausgestaltung erfolgen.

Die Forderungen der Zeit nach rationeller Umstellung der Landwirtschaft auf Maschinenarbeit machte den Einbau eines möglichst anschaulich gehaltenen landtechnischen Unterrichtes in den Lehrplan unbedingt nötig. Für diesen Zweck wurden eine neue Lehrwerkstätte und Maschinenhalle mit Garage gebaut. 

 

Gründung der Hauswirtschaftsschule

Nachdem während des zweiten Weltkrieges aus Mangel an Burschen in den Jahren 1942/43 und 43/44 zwei Mädchenklassen geführt wurden, forderte man verstärkt die Errichtung einer zweiten Ausbildungsstätte für die weibliche Jugend. Die fachliche Ausbildung der Mädchen erschien schon damals zumindest ebenso wichtig wie die der Burschen. 

hws1952.jpgDie Planung und Ausführung dieses Projektes übernahm das Amt der Salzburger Landesregierung in Eigenregie. Der damalige Bezirksarchitekt der BH Zell am See, DI Franz Reisinger, wurde mit der Bauleitung beauftragt. Für die Baumeisterarbeiten war die Brucker Baufirma Spiluttini verantwortlich, die erstmalige Verwendung eines Förderbandes für den Grundaushub erregte großes Aufsehen.

Das Gebäude im typischen Pinzgauer Herrenhausstil wurde wegen seiner harmonischen Architektur weitum bewundert. Auch bei der Errichtung der Haushaltungsschule gab es von Seiten der Familie Gildemeister großzügige Unterstützung, sie spendierte den Großteil der Innenausstattung.

Nach zweijähriger Bauzeit konnte am 18. Jänner 1952 der 8-monatige Unterricht aufgenommen worden. 

Die Schule erhielt damals den Namen: „Landes-Landwirtschafts- und Haushaltungsschule Bruck". Beide Schulen wurden von einer Direktion geleitet, die ersten Lehrkräfte waren Frau Stöckleitner, Frau Schmidhuber, Frau Holzer. Die Haushaltungsschule errang auf Grund ihrer vielfältigen Ausbildung bald einen ausgezeichneten Ruf. 

Nach der Pensionierung von Direktor Ing. Franz Wirleitner Ende 1959, übernahm Dipl.-Ing. Franz Winding die Leitung der Schule und Ing. Josef Lackner wurde als Fachlehrer neu eingestellt.



 


Partnerschule des Nationalparks Hohe Tauern