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Piffgut


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Unsere Schule im Wandel der Zeit

Als 1924 die Errichtung einer Landw. Winterfachschule in Bruck/Glstr. realisiert wurde, gab es im Bundesland Salzburg erst eine derartige Schule. Diese wurde 1891 in Kleingmain gegründet. Die Bestrebungen zur Errichtung einer zweiten landwirtschaftlichen Lehranstalt reichen weit zurück. In der Salzburger Landwirtschaftsgesellschaft wurde in Versammlungen und in der Presse wertvolle Vorarbeit dazu geleistet. Obwohl die Notwendigkeit von vielen erkannt wurde, war der Zeitpunkt in der Notzeit nach dem ersten Weltkrieg äußerst ungünstig.

Umso größer ist das Verdienst jener Persönlichkeiten zu bewerten, die das Projekt trotzdem realisieren konnten. Dass die Lehranstalt im Pinzgau errichtet wurde, verdanken wir schließlich der Tatsache, dass damals einflussreiche Persönlichkeiten wie Ök. Rat Hölzl, Klinglerbauer in Saalfelden und damaliger Präsident des Salzburger Kulturrates, Josef Hutter, Schrempfbauer in Niedernsill und Ök. Rat Ernst Hilzensauer, Oberwirt in Niedernsill zielbewußte Verfechter dieser Idee waren.

 

Landesrat Ing. Rudolf Brauneis setzte sich mit ganzer Kraft in den Dienst der Sache und erreichte zusammen mit den Abgeordneten Kooperator Hasenauer aus Mittersill und Ökonomierat Nitzinger aus Fusch, dass am 11. März 1924 der Beschluss zur Errichtung einer zweiten Landwirtschaftsschule im Landtag zustande kam.

Es wurden anfänglich mehrere Projekte in Betracht gezogen, darunter auch Dorfheim in Saalfelden und Aufhausen in Piesendorf, wo Herr Gildemeister, Gutsbesitzer von Fischhorn, ein 4,5 ha großes Grundstück für diesen Zweck kostenlos angeboten hat.

Inzwischen ergab sich die günstige Gelegenheit, das Piffgut in Bruck samt dem erst 1923 nach einem Brand großteils neu hergestellten Gasthofgebäude für den Schulbetrieb zu erwerben.

 

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piffhaus.jpg Am 12. Mai 1924 wurden die Kaufverhandlungen unter der Leitung von Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl abgeschlossen. Der Kaufvertrag, lautend auf 280 Millionen Kronen bzw. S 280.000,-wurde am 3. Juni 1924 unterzeichnet.

Der Gutsbesitzer H. E. Gildemeister erleichterte durch eine ansehnliche Spende und durch Vermittlung eines günstigen Auslandskredites die Finanzierung des Kaufes und war damit an der Entstehung der Schule in dankenswerter Weise entscheidend beteiligt. Das Land wäre in dieser Notzeit alleine kaum in der Lage gewesen, das notwendige Geld für den Kauf aufzubringen!

 


 

Die Leitung der neuen Schule übernahm als erster Direktor Ing. Josef Tauschmann, dem in den ersten Jahren Dr. Erwin Mayr und später Dipl.-Ing. Georg Kirchner als Fachlehrer zur Seite standen.

Am 4. November 1924 fand die feierliche Eröffnung der Schule statt, an der auch Landeshauptmann Dr. Franz Rehrl, Mitglieder der Landesregierung, des Landtages, des Landesschulrates und des Schulbeirates teilnahmen.

Noch im Gründungsjahr wurde durch Brandlegung der Rinderstall eingeäschert, der im folgenden Jahr zusammen mit dem heutigen Wirtschaftsgebäude neu entstand.
 

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Zwischenkriegszeit - ein reger Aufschwung

piffgut_stallbau.jpg Auch die Anlage der eigenen Hochquellwasserleitung und des Obst- und Gemüsegartens geht auf dieses Jahr zurück. Im Herbst 1925 lief der Unterricht bereits in zwei Kursen, der sogenannten „Ober" – und „Unterklasse" an. In den folgenden Jahren wurde die Schulkäserei eingerichtet und die Baumschule angelegt. Die Almverbesserungen und die Entwässerungen der Talwiesen wurde im Laufe der Jahre durchgeführt.
Im Jahre 1927 erfolgte der Neubau der Grundalmhütte, die in den nächsten Jahren mit modernen Sennereimaschinen und einer eigenen Stromerzeugung versehen wurde. Auch das Aufstellen eines Bienenstandes, der Getreidereinigungsanlage, der Bau des Schweinestalles und zweier Grünfuttersilos fällt in diese Zeit.

Direktor Ing. Tauschmann, unter dessen Leitung die Anfangsschwierigkeiten überwunden und die Aufbauarbeiten in der neuen Schule geleistet worden waren, wurde durch den plötzlichen Tod im Jahre 1937 mitten aus seinem fruchtbaren Wirken herausgerissen. Die Leitung übernahm danach Dipl.-Ing. Kirchner und später Ing. Wirleitner.

 


Partnerschule des Nationalparks Hohe Tauern