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Piffgut


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Das Piffgut - Die Geschichte

"das alte Piffwirtshaus - diese historische Stätte welche zur Römerzeit eine Etappe des Handels und Verkehrs war, wird nun für die Heranbildung tüchtiger Landwirte umgestellt und zum Segen und zur Wohlfahrt für den ganzen Gau werden".

Mit diesem Satz endet ein Gratulationsschreiben des Bezirksverbandes der Gewerbegenossenschaften anlässlich der Eröffnung der Landes-Landwirtschaftschule am
4. November 1924.

Dass das Piffwirtshaus in Bruck tatsächlich eine historisch interessante Geschichte aufweist, bestätigt das Landesarchiv im Schreiben vom 28. November 1973.

Das Haus war bis 1870 Beutellehen, das bedeutet Bauernlehen des Erzbischofs bzw. Kaiserhauses Österreich. Aus einem Übergabsvertrag aus dem Jahre 1619 wird das Gebäude folgendermaßen beschrieben:

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Bruck vor dem Brand 1867
"Ain ganz gemauerte Wierths-Tavern enthalb der Pruggen am Pichl bey der Khürchen sambt denen darzue geherigen und zunechst darbey steenden drey Roßställen, darauf ain clains Stübl und Cämerl daran auch absonderlich ain lange Cammer, dann ain Heyleg und Tanzboden, item hindter bemelten Stallungen ein grosser Paumb- und Obstgarten der Haidergartten genannt, ingleichen an den eisseristen Roßstall ain Khuchengartten, darbey ain Traydtcassten mit vier undterschidlich abgethailten Cässten.
Mehr absonderlich neben der Tafern ain Roßstallung auch oben darauf drey Cämmer und ain Viertl-Cämmerl. In der Khuestallung und darauf verhandten Hofzimmer ein Vierten Thaill, auch auf dem Tenn die Notthurft zu dreschen......."

1549: "Ein Tavern auf der pruggen"

Die ersten Nennung der "Taferne" konnte am 10. März 1549 gefunden werden, "an welchem Tag Zehente auf der Rabeingut sambt einer Tafern auf der Pruggen, die Hans Lehenprantner inne hat und den Pfarrer von Taxenbach Sebastian Widmann leistet, verliehen werden."
Das
"Ortellehen", aus dem der andere Pferdestall "bei einer Verstuckung des Gutes zu Tafern" gekommen ist, wurde 1530 von Martin Ruedl durch Kauf erworben und kann bis ins 15. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

 
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Piffhaus mit neu errichtetem Wirtschaftgebäude 1925

1611 8. Juni Jakob Riedl durch Übergabe   1767  Josef Dick und Katharina Voglreiter
1652 Christoph Riedl zu Saal, beider Rechte Lizentist, Pfleger zu Itter, nach dem Tod des Vaters Jakob Riedl zu Saal, chiemseeischer Pfleger zu Fischhorn   1774  4 Kinder des verstorbenen Josef Dick: Andrä, Georg, Joseph und Maria
1653 Michael Piff, Probsteiverwalter am Heuberg durch Kauf   1790  Andrä Dick durch Verzicht
1669 Maria Piff von ihren "beschwägerten" Andre, Peter und Margaretha, die Dickischen Geschwister, durch Übergabe   1821  6 Kinder des Andrä Dick durch Todesfall
1695 Geschwister Andre, Peter und Maria des verstorbenen Bartlmä Dick, es folgen   1828  Georg Dick durch Übergabe
1696  Maria Piff von ihren "Beschwägernten" Andre, Peter und Margaretha, die Dickischen Geschwister durch Übergabe   1875  Johann Dick durch Einantwortung
1704 Maria Piff sive Dick übergibt ihrer Muhme Eva Zugseisin   1889 Josef Müller
1708 Eva Zugseisin setzt ihren Mann Wolf Dick auf die Hälfte    1900 Johann Kastner
1726  Andrä Dick und Eva Hueter durch Übergabe vom Vetter Wolfgang Dick und Eva Zugseisin   1905 Johann Stock
      1924 Land Salzburg

Nun ist der landwirtschaftliche Betrieb das Herzstück der landwirtschaftlichen Ausbildung für Mädchen und Burschen.

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Unsere Schule bzw. der landwirtschaftliche Betrieb liegt mitten im Ortskern von Bruck. Hier sieht man das Schulgelände, im Hintergrund den herrlichen Blick ins Fuscher Tal.


Partnerschule des Nationalparks Hohe Tauern